fbpx
Mehr als Live-Übertragung – Methoden für mitreissenden Online-Unterricht

Mehr als Live-Übertragung – Methoden für mitreissenden Online-Unterricht

Dieser Artikel bespricht diverse Ansätze für die spannende und attraktive Gestaltung von Online-Unterricht.  Idealerweise werden Didaktik und Technik so kombiniert, dass der digitale Raum neue Lernerfahrungen ermöglicht. Motivieren Sie Ihre Lernenden… 

  • durch Lernumgebungen, die Freude bei der Bedienung schaffen 
  • indem Sie alles Lernmaterial auf der gleichen Plattform zur Verfügung stellen 
  • indem Sie für alles nur ein Login benötigen. 

Zeit- und ortsunabhängig lernen 

Ein grosser Vorteil von digitalen Lernumgebungen ist die Möglichkeit, dass Studierende selbst entscheiden können, wann und wo sie am besten und effizientesten lernen. Dies kann mit dem Blended Learning Prinzip auch im Präsenz-Unterricht eingebaut werden. Damit dieses Lernmaterial, sei es zur Vor- und Nachbereitung oder als zusätzliche Unterlagen, auch rege genutzt wird, sollte es interaktiv gestaltet und multimedial angereichert werden.   

Mehr interaktives Material 

Digital aufbereitetes Lernmaterial kann so viel mehr beinhalten als nur PDF-Dokumente. Zu fast jedem Unterrichtsthema gibt es kostenlose Online-Lernressourcen (sogenannte Open Education Resources) dadurch muss die Lehrperson diese nicht zwingend selbst herstellen. Falls die Lehrperson trotzdem eigenes Lernmaterial herstellen will, ist dies zum Beispiel direkt im schul- oder universitätseigenen Learning Management System (LMS) sehr einfach möglich. Quiz können neben Multiple-Choice und Richtig-Falsch-Fragen auch interaktive Fragearten wie zum Beispiel Hotspots enthalten. Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, kann Gamification-Elemente in seinen Unterricht einbauen, z.B. durch Verteilen von Badges oder Punkten.  Weitere Tipps, wie sie ihren Online-Unterricht interaktiver gestalten können, finden Sie in unserem Blogartikel “Die vier Stufen des E-Learning” 

Projektbasiertes Lernen online 

Eine digitale Lernumgebung eignet sich unteranderem auch für projektbasiertes Lernen. Bei selbst ausgesuchten Forschungsprojekten und Themen sind die Lernenden durch ihre intrinsische Motivation eher zum Arbeiten motiviert und brauchen so nicht ständig Ermunterung von aussen. Durch vorher vereinbarte, regelmässige Updates an die Lehrperson bekommt diese einen guten Einblick in den Fortschritt der jeweiligen Projekte und kann so den Projektgruppen oder einzelnen Studierenden bei Fragen oder offensichtlichen Schwierigkeiten zur Verfügung stehen. Eine Projektdokumentation in Form eines sogenannten E-Portfolios mit Videos und Bildern eignet sich hervorragend für die Online-Kollaboration, da es mit der ganzen Klasse geteilt werden kann. 

Kommunikation und Kollaboration zwischen Lernenden fördern 

Neben den bekannten digitalen Tools zur synchronen Kommunikation, wie Chats und Videokonferenzen gibt es online auch unzählige Möglichkeiten der asynchronen Kommunikation. Dies funktioniert via Wikis, Foren, Blogs oder Onlinegruppen in denen Lernende untereinander in Kontakt bleiben und sich so gegenseitig unterstützen können. Mehr zu Foren und Blogs im Unterricht finden Sie in unserem Artikel “Forum und Blogs als digital-didaktische Helfer im Unterricht einsetzen”. 

Qualitativ hochwertige Studierenden-Lehrpersonen Konversation 

Besonders wenn sich Studierende und Lehrpersonen nicht persönlich sehen können, ist es wichtig verschiedene Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Ein LMS zum Beispiel bietet verschiedenste Kommunikationstools wie Chats und Nachrichten an einem Ort. Zusätzlich hat ein LMS den Vorteil, dass die Lehrperson sehr gut mitverfolgen kann, wer vielleicht noch Hilfe benötigt, da alles online an einem Ort korrigier-, benot- und einsehbar ist.  

Lesen Sie mehr auf dem NEO LMS Blog von Cypher. Einige Links mit konkreten Ideen und Tipps für den Onlineunterricht finden Sie in diesem Blogartikel. 

Fit fürs digitale Klassenzimmer: Methoden- und Ideensammlungen für den synchronen und asynchronen Online-Unterricht

Fit fürs digitale Klassenzimmer: Methoden- und Ideensammlungen für den synchronen und asynchronen Online-Unterricht

Aufgrund von Corona ist die Menge an Beiträgen und Linksammlungen zum Thema virtueller Unterricht in den letzten zwei Jahren rasant gewachsen. In diesem Blogbeitrag haben wir aus dieser Menge an Informationen vier wertvolle und unterstützende Beiträge für Sie zusammengetragen.

Lernen trotz Corona

Zwar wird „Lernen trotz Corona“ aktuell nicht mehr erweitert, doch bietet
die von der Pädagogischen Hochschule Schwyz ins Leben gerufene Seite
eine beeindruckende Sammlung an Hilfestellungen fürs digitale
Klassenzimmer. Von konkreten Tools, didaktischen Einsatzszenarien und
Links zu Unterrichtsmaterialien, über formative und summative
Prüfungsformate, bis hin zur Organisation virtueller Ausflüge — hier wird
sicher jede Lehrerin oder jeder Lehrer Inspiration für die nächste Online-
Stunde finden:

https://www.lernentrotzcorona.ch/Lernentrotzcorona

intrinsic Challenge

Falls Sie gezielt nach Methoden für Online-Unterricht in der
Erwachsenenbildung suchen, ohne durch mehrere Seiten klicken oder
scrollen zu wollen, ist der folgende Beitrag auf dem Blog von intrinsic
vielleicht genau das richtige. Gerade in der Erwachsenenbildung sind die Lernenden sehr selbständig dabei. Dies führt zu anderen Anforderungen an die Lehrperson als beim Unterrichten von Kindern und Jugendlichen. In Form von Bullet Points gibt es hier wenige, aber sehr hilfreiche Hinweise zur interaktiven Gestaltung synchroner digitaler Lernphasen – sowohl auf Beziehungs- als auch auf Inhaltsebene:

https://www.intrinsic-challenge.ch/post/online-unterricht-in-der-erwachsenenbildung

unterrichten.digital

Wer das erste Mal auf dem Blog von Hauke Pölert landet, erkennt sofort, dass hier jemand mit echter Leidenschaft für das Thema der digitalen Bildung am Werke ist. Der mehrfach ausgezeichnete Lehrer, Autor und Fortbilder versammelt auf „unterichten.digital“ eine wahre Fundgrube an Tools, Ideen und Methoden für die Online-Lehre.

Verweisen möchten wir an dieser Stelle auf einen Artikel zu Blended Learning, in dem das Konzept der didaktischen Verzahnung von synchronen und asynchronen Lernphasen nicht nur gut verständlich, sondern auch reich illustriert erläutert wird:

https://unterrichten.digital/2020/10/25/blended-learning-online-unterricht/

Bildungsblog

Der Gründer der Lernwerkstatt Olten, Daniel Herzog, gibt in einem kompakten Artikel auf dem „Bildungsblog“ neun hilfreiche Tipps fürs Online-Unterrichten. Diese reichen von der Vorbereitung für die Lehrperson bis hin zur Gestaltung des Unterrichts:

https://www.bildungsblog.ch/9-tipps-fuer-den-virtuellen-unterricht/

Vier Stufen des E-learning

Vier Stufen des E-learning

Digitales Lernen ist nicht gleich digitales Lernen. Die vier Stufen des E-Learning helfen Ihnen den Einsatz von digitalen Tools im Unterricht einzuschätzen und das methodisch passendste für ihren Unterricht auszuwählen.

In diesem Blogartikel stellen wir Ihnen jede Stufe mit spannenden Beispielen vor, die Sie direkt in den Unterricht einbauen können.

Stufe 1: Passive Interaktivität

In dieser Stufe gibt es wenig bis gar keine Interaktivität. Das heisst, Inhalte werden vor allem durch Texte und Bilder vermittelt. Wenn doch etwas Interaktivität verlangt wird, passiert dies häufig in Form von Quizzes mit einfachen Multiple Choice – oder Richtig/Falsch – Antworten.

https://lerneinheit-gleichstellung.ch/module/50-jahre-frauenstimmrecht//

Webseite mit Texten, Videos und einfachen Quiz und Umfragen zum Thema Frauenstimmrecht in der Schweiz.

Stufe 2: Limitierte Interaktivität

Auf der zweiten Stufe kommen multimediale Inhalte hinzu — also Videos, Audios und einfache Animationen. Hierbei wird häufig erzählt oder die Lernenden können durch Klicken Informationen anzeigen. Quizzes auf dieser Stufe umfassen unter anderem Lückentexte, Drag-and-Drop und/oder Zuordnungsaufgaben.

Mit den in modernen LMS integrierten Aufgabenfunktionen lassen sich schnell und einfach Quizzes (z.B. Lückentexte) der Stufe 2 erstellen.

Stufe 3: Komplexe Interaktivität

Auf Stufe 3 werden neben der Multimedialität vor allem die Art der Fragekataloge interaktiver und personaliserter. Dies bedeutet, dass der Schüler je nach Antwort eine andere nächste Frage erhält. Dadurch sind auf Quizebene verschiedene Lernpfade möglich.

https://www.getbadnews.com/

Ein Onlinespiel (mit zusätzlichen Arbeitsblättern und Lehrerkommentar zum Spiel), in dem Schülerinnen und Schüler Fake News erstellen und lernen, wie diese funktionieren.

Stufe 4: Volle Immersion

Auf dieser Stufe sollen die Lernenden vollständig ins Lernmaterial eintauchen. Dies versucht man durch adaptive Lernpfade, Gamification, Virtual Reality und/oder interaktive Videos zu ermöglichen.

https://luden.io/inmind2/

 

Mit der Virtual Reality App vollständig ins Gehirn eintauchen und spielerisch entdecken (Benötigt ein Smartphone und Google Cardboard VR Brille)

Forum und Blogs als digital-didaktische Helfer im Unterricht einsetzen

Forum und Blogs als digital-didaktische Helfer im Unterricht einsetzen

Gerade im Homeschooling kommt die Zusammenarbeit unter den Schülerinnen und Schülern häufig zu kurz. Doch es gibt verschiedenste digitale Tools mit denen orts- und zeitunabhängig zusammen an einem Projekt oder Thema gearbeitet werden kann. In diesem Artikel werden der Blog und das Forum vorgestellt: durch ihre Vielfältigkeit sind sie auf verschiedensten Altersstufen im Unterricht einsetzbar.

Ein Videoblog lässt sich zum Beispiel schon im Kindergarten oder der ersten Klasse integrieren, auch wenn die Kinder da noch nicht schreiben und lesen können. Beide Kollaborationstools lassen sich natürlich nicht nur im Homeschooling integrieren, sondern auch im regulären Unterricht oder Blended Learning.

Folgende Beispiele dienen als Inspiration und sollen die vielen Möglichkeiten der digitalen Kollaboration aufzeigen. Schreiben Sie doch ihre eigenen Ideen und Unterrichtsbeispiele in die Kommentare!

Forum

Historisch gesehen bezeichnet das Wort «Forum» den Platz, der das Zentrum eines Ortes bildet – dieser diente als Marktplatz und als Versammlungsort. Das Internetforum wird in ähnlicher Weise als digitaler Versammlungsort genutzt, in welchem sich verschiedene Personen zu einem bestimmten Thema austauschen. Die Beiträge in den Foren sind nach Threads unterteilt. Ein Thread ist ein Unterthema zum allgemeinen Forumsthema. In diesen Threads findet dann jeweils die eigentliche Diskussion statt.

An Schulen wird das Forum vor allem als Ort um Fragen zum Unterricht oder zu Prüfungen zu stellen genutzt. Es gibt aber noch viele andere Möglichkeiten ein Forum in der Klasse zu nutzen – hier ein paar Möglichkeiten:

Vorstellungsrunde

Gerade wenn der Unterricht vollständig online stattfindet, haben sich die Schülerinnen und Schüler noch nie gesehen. Um die Mitstudierenden trotzdem etwas besser kennenzulernen, eignet sich ein Forum, in dem sich jede Person mit einem Foto und einer kurzen Beschreibung vorstellt.

Forum_NEO LMS

Schüler helfen Schülern

Ein Forum eignet sich auch als Helpdesk, in dem die Schüler sich gegenseitig Fragen stellen können. So zum Beispiel, wenn jemand bei den Hausaufgaben nicht mehr weiterkommt oder etwas im Unterricht nicht verstanden hat. Die Schüler sollen sich dann zuerst gegenseitig zu helfen versuchen, bevor die Lehrperson unterstützend einschreitet. Zusätzlich erhält die Lehrperson einen Überblick darüber was möglicherweise noch einmal im Unterricht thematisiert werden muss, weil es von der Klasse noch nicht verstanden wurde.

Raus in den Garten

Natürlich kann das Forum auch themenspezifisch im Unterricht eingesetzt werden. So könnten die Schülerinnen und Schüler zum Thema Natur und Biodiversität in den Garten, Park oder Wald geschickt werden. Dort sollen sie von allen Tieren, die sie finden, ein Foto/eine Zeichnung machen. Diese laden sie dann im Forum hoch. Später könnte man im Unterricht auf die Bilder eingehen und mit den Schülern zusammen die Tiere bestimmen, die sie draussen gefunden haben.

Blog

Die Funktion des Blogs entspricht am ehesten dem analogen Tagebuch. Im Gegensatz zum Forum gibt es nur einen Autor pro Beitrag. Die anderen Nutzer können als Leser den Artikel kommentieren. So gibt es im Blog eine klare Hierarchie zwischen Bloggern und Lesern. Im Forum dagegen sind alle Nutzer auf der gleichen Hierarchiestufe angesiedelt. Häufig kennt man den Schulblog, auf welchem spezielle Ereignisse wie Projektwochen oder Sporttage dokumentiert werden.

Die folgenden Beispiele dienen als Inspiration und sollen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eines Blogs aufzeigen.

Unterrichtsdokumentation

Gerade durch Corona bleiben immer wieder Kinder dem Unterricht, auf Grund von Krankheit oder Quarantäne, fern. Ein klasseninterner Blog auf dem am Ende einer Lektion/eines Tages jeweils ein Kind das gelernte kurz zusammenfasst, hilft den ferngebliebenen Schülern den Anschluss nicht zu verpassen. Auch die Kinder, welche im Unterricht dabei waren, sehen so noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Unterrichtsinhalte. Zusätzlich lernen die Kinder und Jugendlichen, das wichtigste auf den Punkt zu bringen. Dies fördert auch ihre Schreib- und Lesekompetenz.

Projektblog

Steht ein spezifisches länger dauerndes Projekt in ihrer Klasse an? Zum Beispiel das Ziehen einer Pflanze oder das Schlüpfen von Küken? Dann könnte man während der Dauer des Projekts einen öffentlichen Blog beitreiben, auf dem die einzelnen Projektschritte von den Schülern dokumentiert werden.

Hauswirtschaftsblog

Im Fach Hauswirtschaft die gekochten Rezepte vorstellen, mit eigenen Fotos, einer Anleitung zum Nachkochen und einer Klassenbewertung des Gerichts. Klassenintern ergibt sich eine Rezeptsammlung für die Schülerinnen und Schüler, die sie immer online zur Verfügung haben. Wenn der Blog öffentlich zugänglich ist, könnten die Schülerinnen und Schüler zusätzlich Tipps für gesunde Znüni und Z’vieri geben und über ausgewogene Ernährung informieren.

Blog NEO LMS

Schüleraustausch

Eine Art Flohmarkt an dem die Schülerinnen und Schüler untereinander Dinge tauschen können. Dies könnte auch nur für eine gewisse Zeit wie zum Beispiel ‘Paninibildchen-Tauschen’ oder ein Bücherflohmarkt organisiert werden.

Es gibt noch so viele andere Ideen wie diese Tools im Unterricht eingesetzt werden könnten diese finden Sie zum Beispiel auf der Blogwerkstatt oder auf der Webseite der Medienkindheit. Vielleicht nutzen Sie sogar schon digitale Kollaborationstools. Schreiben Sie doch ihre eigenen Beispiele in die Kommentare.

Lehrplan 21 und Kompetenzerhebung im NEO LMS: wie Happy Students und die IT-Beratung mit Aufwind die Homeschooler bei FreeKidz für modernstes digitales Lernen fit machen.

Das Original dieses Artikels ist auf dem Blog von mit Aufwind zu finden. Er ist aus der Perspektive des Verfassers formuliert.

freekidz sorgt mit Aufwind für zufriedene Lernende – oder wie profitiert das Homeschooling Netzwerk freekidz von einer digitalen Lernplattform und der Lehrplan 21 Integration?

Als Familie sind wir für unsere Kinder Verfechter von interdisziplinärem Lernen. Wir arbeiten lieber über Lernprojekte, Experimente und eigenen Erfahrungen mit Praxisbezug anstatt Lehrbücher zu pauken. Vernetztes Wissen, Mut zum freien Denken, zur Selbst-Verantwortung, zur eigenen Kreativität und dem Vertrauen darauf eigene Ideen mit der entsprechenden Ausdauer umsetzen zu können, sind ganz wichtige Lernziele für uns.

Und wer sich nun fragen sollte, was all das mit der Zukunft unserer Kinder zu tun hat, sei an InnovationDesign ThinkingLean StartupAgile & Co. verwiesen…

Wer kreativ sein und etwas erschaffen möchte, braucht dafür die notwendigen Kompetenzen. In der Schweiz soll dabei der Lehrplan 21 helfen. Die Herausforderung für uns Homeschooler (und vielleicht auch für das Schulsystem generell) besteht darin, die Gesamtausgabe des LP21 mit 504(!) Seiten (Kanton ZH) und einer Vielzahl von Kompetenzen und Kompetenzstufen im konkreten Bildungsalltag nutzen zu können.

Ein Projekt um den LP21 digital für unseren individuellen Bildungsansatz nutzen zu können

Mit freekidz haben wir ein Bildungsprojekt mit folgenden Zielen definiert:

  1. Als Eltern werden wir Bildung nicht einfach ‚outsourcen‘ sondern sie gemeinsam im Dialog mit Lehrpersonen und Kindern aktiv gestalten.
  2. Fachübergreifende Lernprojekte stehen über dem Pauken einzelner Fächer.
  3. Lernprojekte können gemeinsam mit Kindern und Lehrpersonen definiert und bearbeitet werden.
  4. Wir nutzen den LP21 um die Kompetenzen hinter den Lernprojekten aufzuführen und zu dokumentieren. Das erlaubt den Nachweis der erarbeiteten Kompetenzen.
  5. Wir nutzen den aktuellen Stand der Kompetenzen und die Interessen unserer Kinder als Input für neue und bereits laufende Lernprojekte.
  6. Wir führen ein kontiniuierliches Lerntagebuch anstatt Noten und Zeugnissen, die doch nur Momentaufnahmen sind.
  7. Wir teilen Lernprojekte und -ideen mit anderen Familien.

Über das Homeschooling Netzwerk freekidz haben wir die Kooperation mit Happy Students und mit Aufwind die Umsetzung vorgenommen.

Happy Students stellt über das Learning Management System (LMS) NEO LMS die technische Basis zur Verfügung.

mit Aufwind hat die Integration zwischen NEO LMS und der LP21 API konzipiert und umgesetzt. (Ganz richtig, der LP21 bietet neben Website und pdf auch eine Schnittstelle an). Über die Schnittstelle greifen wir die Daten des LP21 ab und nehmen sie in NEO LMS in den sogenannten Kompetenzkatalog auf. Per Klick lassen sich Kompetenzen den einzelnen Lektionen und Aufgaben zu weisen.

Lektion und Kompetenzzuordnung

Die Schnittstelle erlaubt den Abruf je nach Kanton, Fach, Sprache und Stufe; sprich je nach Bedarf der eigenen Homeschool. Über NEO-freekidz sind diese Daten standardmässig verfügbar.

Und so lautet meine Antwort auf die Eingangsfrage oben:

„Wir profitieren sehr von diesen Möglichkeiten! Wir können ganz neue Bildungsansätze etablieren, in dem wir die umfassenden Informationen und Strukturen des LP21 digital nutzbar machen, und mit den Möglichkeiten der modernen Lernplattform NEO LMS kombinieren.

Lehrpersonen können moderne pädagogische Konzepte mit Fach-übergreifenden Lernprojekten entwerfen, diese im System hinterlegen und jederzeit wiederverwenden. Sie gewinnen Zeit, die sie für die Bildungsarbeit mit den Kindern investieren können.

Die Eltern gewinnen über die Zusammenarbeit mit der Lehrperson und der Dokumentation der Lernprojekte auf der Plattform eine ganz neue Transparenz. Eltern werden nicht mehr nur halbjährlich per abstraktem Zeugnis über den Bildungsstand ihrer Kinder informiert, sondern sind kontinierlich und transparent in die Bildung einbezogen.

Für die Kinder ermöglichen wir individuelle, auf sie zugeschnittene Lernprojekte statt reiner Paukerei. Denn eines ist klar, Lernen darf – oder besser – soll(!) Spass machen!“

Happy Processing,

Euer Markus [von der IT-Consultancy mit Aufwind]

Micro Learning

Micro Learning

Beim Micro Learning wird Wissen über kleine „Häppchen“ vermittelt, die Lernenden in unterschiedlichen Formaten angeboten werden, z. B. als Text, Bild, Audio, Video — oder in einer Kombination aus diesen. Diese Wissenshäppchen oder -päckchen erreichen ihre Adressaten über verschiedene Kanäle, etwa E-Mail, Messenger-Dienste, Apps, Webseiten oder Learning Management Systeme (LMS). Eine einzelne Mikro-Lerneinheit kann dabei meist in zwei bis 15 Minuten bearbeitet werden. Ihr inhaltlicher Fokus liegt auf einem einzelnen, abgrenzbaren Thema (eine Theorie, ein Fachbegriff, ein historisches Ereignis etc.), das didaktisch sinnvoll aufbereitet wird, wodurch trotz der kurzen Lerndauer ein nachhaltiger Lerneffekt erzielt werden soll.

Solche jeweils genau auf eine spezifische Zielgruppe hin abgestimmte und in ein grösseres Lernszenario eingebettete Wissensstückchen — d.h. mehrere Micro Learnings werden z.B. zu einem Lernpfad kombiniert oder als Ergänzung zu anderen Lehrmethoden eingesetzt — bieten enormes Potenzial, Inhalte aus den unterschiedlichsten Kontexten bei den Lernenden zu verankern. Denn die Möglichkeiten, mithilfe moderner Tools etwa einfache Texte mit attraktiven multimedialen und interaktiven Elementen anzureichern und über verschiedene digitale Kanäle auszuspielen, sind heute so zahlreich und vielfältig wie nie zuvor.

Diskussion: Vor- und Nachteile des Micro Learning-Ansatzes

Einige der wichtigsten Vorteile, auf die Befürwortende des Micro Learning-Ansatzes immer wieder verweisen, bestehen u. a.

  • in der Flexibilität von kurzen Lerneinheiten, denn die Lernenden können selbst entscheiden, wann, wo, und auf welchem Gerät sie die Inhalte bearbeiten wollen.
  • in der relativ einfachen und kostengünstigen Erstellung eigener „Lern-Häppchen“, denn moderne Learning Management Systeme (LMS) wie NEO oder MATRIX von Cypher Learning bieten ihren Nutzerinnen und Nutzern genau dafür zahlreiche und leicht zu bedienende integrierte Funktionen. Einmal kreiert, können die kleinen Wissenspakete ohne grossen Aufwand beliebig oft eingesetzt werden.
  • in der Möglichkeit, attraktive und leicht „zu verdauende“ Lerneinheiten zu den unterschiedlichsten Themen anbieten zu können, und zwar sowohl in Schulen und Universitäten als auch im unternehmerischen Kontext, etwa bei internen Aus- und Weiterbildungen.
  • im Spassfaktor 😉 Ja, Lernen muss nicht immer nur anstrengend sein und unter höchster Konzentration vonstattengehen, es kann auch Freude machen, mit Gamification-Elementen angereichert werden und manchmal sogar fast nebenbei erfolgen — wie es die unten aufgeführten Beispiele zeigen.

Bei aller berechtigten Begeisterung, die dem Thema Micro Learning seit einigen Jahren zuteil wird, dürfen kritische Aspekte dabei nicht ausser Acht gelassen werden. Denn Micro Learning:

  • bringt wirklich nachhaltigen Lernfortschritt meist erst dann hervor, wenn es in den Rahmen eines grösseren, didaktisch durchdachten Lernsettings eingebettet ist, d. h. wenn es z. B. als Ergänzung zu den eigentlichen Präsenz- oder Online-Unterrichtseinheiten angeboten wird.
  • kann im allgegenwärtigen Informationsstrom — etwa auf dem Smartphone der Anwenderin oder des Anwenders — regelrecht „untergehen“ bzw. durch die potenziell vorhandene Vielfalt konkurrierender Angebote und Inhalte überfordern und damit eher demotivierend wirken.
  • funktioniert nicht bei allen Zielgruppen. Nicht jede/r hat die nötige Infrastruktur (Smartphone, Tablet, mobiler Internetzugang etc.) oder die erforderlichen Selbststeuerungs- und technologischen Kompetenzen („Computer Literacy“), um Micro Learning-Einheiten für sich selbst optimal nutzen zu können.

Beispiele: Micro Learning in unterschiedlichen Kontexten

Gymglish

Gerade im Bereich Sprachenlernen, wo z. B. regelmässiges Wiederholen von Vokabeln für den Erfolg unabdingbar ist, bietet Micro Learning enormes Potenzial. Vokabel-Trainer-Apps, die ein Lernkartei-System digital abbilden, um interessante Funktionen erweitern (etwa das Abspielen von Audio-Dateien mit Aufnahmen von Muttersprachlerinnen) und mobilen Zugriff über das Smartphone ermöglichen, gibt es mittlerweile von zahlreichen Anbietern. Einen Schritt weiter geht das kommerzielle Angebot von Gymglish, einer in Paris ansässigen Firma. Deren Sprachkurse im Abo-Modell basieren gänzlich auf dem Prinzip des Micro Learning. Mitglieder des Spanisch-Kurses „Hotel Borbollón“ etwa erhalten Zugriff auf mehrere Lektionen pro Woche, die über einen Link abgerufen werden können, der wiederum täglich per Mail zugestellt wird. Eine einzelne Lektion beinhaltet kurze Storys, die gelesen und auch angehört werden können, Übungsaufgaben und einen sogenannten „kulturellen Nachtisch“, etwa einen Ausschnitt aus einem berühmten spanischen Song.

Interessant dabei: die eingegebenen Antworten werden ausgewertet und führen zu einer automatischen Anpassung des Sprachniveaus künftiger Kurs-Einheiten (im Sinne eines Algorithmus-basierten Adaptive Learning).

Blinkist & Get Abstract

Ein Buch in 15 Minuten verstehen? Das ist die Idee hinter Plattformen wie Blinkist oder Get Abstract, die Zusammenfassungen zu unzähligen Sachbüchern — sowohl frisch erschienene als auch Klassiker — aus den Bereichen Psychologie, Beruf & Karriere, Wissenschaft oder Geschichte liefern. Diese kommen in kurzen Text- und/oder Audio-Dateien daher, die von der zahlenden Kundschaft in einer knappen Viertelstunde konsumiert werden können. Ein Modell, das Micro Learning in Podcast-Form verpackt und damit scheinbar genau auf die Bedürfnisse und Wünsche junger, mobiler Zuhörer und Zuhörerinnen zugeschnitten ist, die es gewohnt sind, Inhalte — ob Unterhaltungs- oder eben Lerninhalte — überall und jederzeit abzurufen, etwa morgens in der Tram auf dem Weg zur Arbeit.

Online-Glossar: Begriffe rund um digitale Bildung

Last but not least: der Artikel zu „Micro Learning“, den Sie gerade lesen, ist selbst ein Beispiel für Micro Learning, denn wir hoffen natürlich, dass Sie nach der Lektüre ein klein wenig schlauer sind als vorher und Lust haben, sich vielleicht noch intensiver mit Themen rund um die Digitalisierung im Bildungswesen zu beschäftigen 😉

„Lerneinheiten“ zu weiteren wichtigen Begriffen finden Sie dafür im stetig wachsenden Happy Students-Glossar.

Anwendung: Wie erstelle ich eigene Micro Learning-Inhalte?

Um selbst Micro Learning-Einheiten zu erstellen, braucht es neben didaktischem Fingerspitzengefühl noch die entsprechenden Tools.

Apps wie Quizlet oder LearningApps sind leicht zu bedienen und bieten tolle Funktionen, um attraktiven Microcontent zu kreieren.

Falls Sie Unterstützung in der Konzeption und Umsetzung von Lernmedien benötigen, könnte unsere Factory einen Blick wert sein: Dort profitieren Teilnehmende in verschiedenen Workshops, individuell konfigurierbaren Kurz-Schulungsformaten und Beratungen vom interdisziplinären, langjährigen und praxisorientierten Know-how des Happy Students-Teams rund ums Thema Digitalisierung im Bildungswesen.

Eine andere Möglichkeit stellen Learning Management Systeme (LMS) dar. Denn die meisten modernen LMS bringen bereits von Haus aus zahlreiche Funktionen mit, die es ihren Usern erlauben, unkompliziert und schnell ein eigenes Quiz zu entwerfen, kurze Videos aufzunehmen oder einzubetten, Texte mit Bildern und Infografiken anzureichern — und diese Inhalte dann zu einem festgelegten Zeitpunkt an die Lernenden automatisch ausspielen zu lassen.

Quellen & Link-Tipps


Hinweis: Happy Students betreibt kein Affiliate-Marketing, d.h. für die hier angegebenen und verlinkten Beispiele erhalten wir keinerlei Provision.

Pin It on Pinterest